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Rund um die Schwangerschaft

Die optimale Planung einer Schwangerschaft beginnt schon vor Eintritt der Schwangerschaft mit der Untersuchung und Beratung beim Frauenarzt. Wenn der Wunsch besteht, schwanger zu werden, sollte zuvor eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um Risikofaktoren zu erkennen und zu behandeln. Es sollte sichergestellt sein, dass ein ausreichender Impfschutz gegen Röteln vorliegt, um gegebenenfalls vor Eintritt der Schwangerschaft eine Impfung durchführen zu können. Ist die Regel überfällig und eine Schwangerschaft wahrscheinlich, so kann diese in der Frauenarztpraxis schnell und sicher festgestellt werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren für den Verlauf einer Schwangerschaft wichtige Basisuntersuchungen, die im Mutterpass dokumentiert werden. Die Maßnahmen der gesetzlichen Krankenkassen umfassen folgende Leistungen: Erstuntersuchung mit Blutgruppenbestimmung, Antikörperstatus, Ausschluss von Syphilis und Feststellung des Rötelnschutzes -falls keine zwei Rötelnimpfungen dokumentiert sind - sowie Bestimmung des Hämoglobinwertes im mütterlichen Blut. Bei der Erstuntersuchung wird der Mutterpass angelegt. Die weiteren Schwangerschaft-Untersuchungen erfolgen zunächst im vier- Wochen, dann im zwei-Wochen und zum Schluss im Wochen-Abstand und umfassen Tastuntersuchung, Urintest, Blutdruck- und Gewichtsmessung sowie Bestimmung des Hämoglobinwertes im mütterlichen Blut.

Für die gesamte Schwangerschaft sind insgesamt 3 (!) Ultraschalluntersuchungen vorgesehen, die zwischen der 9.-12., der 19.-22. und der 29.-32. Schwangerschaftswoche erfolgen. Ab der 28. Schwangerschaftswoche wird zusätzlich ein CTG geschrieben (Aufzeichnung der Wehentätigkeit und des kindlichen Herzschlags), um vorzeitige Wehen oder Belastungen des Kindes frühzeitig erkennen zu können. In der 24. und 32. Schwangerschaftswoche erfolgen nochmals Antikörperbestimmungen aus dem Blut. Zwischen der 24. und 28. SSW erfolgt die Durchführung eines einfachen Zuckerbelastungstestes. Sollte dieser Test pathologisch ausfallen, so erfolgt ein 2-Stunden-Zuckerbelastungstest. Weitere wichtige Untersuchungen können bei Hinweisen für Risiken in der Schwangerschaft veranlasst werden.

Wer über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse hinaus zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen möchte, kann dies im Rahmen von sog. IGeL-Leistungen tun. Es besteht die Möglichkeit, in unserer Praxis Blutuntersuchungen auf Toxoplasmose sowie weitere Infektionserkrankungen durchführen zu lassen.

Außerdem kann ein sog. Erst-Trimester-Screening (mit Blutentnahme und Nackentransparenzmessung im Ultraschall) zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche zum Ausschluss von Chromosomenstörungen durchgeführt werden.

Unsere Praxis ist durch die FMF Deutschland zur Durchführung des Erst-Trimester-Screenings zertifiziert.

Es besteht außerdem die Möglichkeit der Durchführung des Harmony-Testes. Bei diesem Test werden freie DNA-Bruchstücke des ungeborenen Kindes im mütterlichen Blut untersucht, um das Risiko für Trisomie 21, 18 und 13 sowie für eine Störung der Geschlechtschromosomen zu ermitteln. Der Test kann ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit durch Blutentnahme des Alpha-Fetoproteins im mütterliche Serum eine Hinweis auf einen Neuralrohrdefekt des Kindes, z. B. einen offenen Rücken, zu erhalten. Diese Blutentnahme sollte zwischen der 16. und 19. Schwangerschaftswoche erfolgen.

Ebenso bieten wir die Möglichkeit, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen sowie eine Dopplersonographie zur Früherkennung einer drohenden Unterversorgung des Kindes durchführen.

Mit Hilfe der 3D/4D-Sonographie bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit, das Kind plastisch und gleichzeitig in Bewegung zu sehen, um so eine Vorstellung vom Aussehen des Kindes zu bekommen. Der 3D/4D-Ultraschall dient nicht speziell der Fehlbildungsdiagnostik.

Aufnahmen des Kindes im Ganzen lassen sich zwischen der 12. und 16. Schwangerschaftswoche erhalten. Zur Darstellung der Körperumrisse sowie des kindlichen Gesichtes hat sich der Zeitraum zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche als günstig erwiesen.

In der 36. Schwangerschaftswoche wird ein Vaginalabstrich auf B-Streptokokken angeraten, da diese Bakterien unter der Geburt auf das Kind übergehen und eine Neugeborenensepsis auslösen können.

Schwangere, bei denen eine Besiedlung mit B-Streptokokken nachgewiesen wurde, erhalten unter der Geburt eine single-shot Antibiose, die Mutter und Kind gleichzeitig behandelt. Außerdem wird das Neugeborene nach der Geburt sorgfältig beobachtet, um das Auftreten von möglichen Symptomen einer Infektion frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

       


Unerfüllter Kinderwunsch

Von „unerfülltem Kinderwunsch“ spricht man erst, wenn sich bei einem Paar trotz intensiver Bemühungen nach mindestens einem Jahr keine Schwangerschaft einstellt.

Die Zahl der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nimmt stetig zu. Nach Schätzungen bleibt in Deutschland ca. jede sechste Ehe ungewollt kinderlos.

Die Zunahme dieses Problems hat sicher auch mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Da die meisten Frauen erst ihre Berufsausbildung abschließen und in ihrem Beruf arbeiten wollen, ehe sie eine Schwangerschaft planen, steigt das Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft deutlich an. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch die Fruchtbarkeit der Frau deutlich ab. Die Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches können sehr vielfältig sein.

Statistisch gesehen verteilen sich die Ursachen mit jeweils 30 - 40 % gleichermaßen auf Mann und Frau, bei ca. 15 -20 % der Paare finden sich Ursachen bei beiden Partnern und bei ca. 5 - 10 % der Paare lässt sich keine Ursache eruieren. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein Problem, dass beide Partner betrifft und daher auch gemeinsam angegangen werden sollte. Vor einer ausführlichen Diagnostik sollte zunächst ein Gespräch - wenn möglich gemeinsam - erfolgen.

Für die Frau steht dann ein gynäkologische Untersuchung mit Vaginalultraschall sowie eine Analyse der Hormonwerte an. Der Mann sollte sich zu einer urologischen Diagnostik mit Erstellung eines Spermiogrammes beim Urologen vorstellen. Anhand der vorliegenden Ergebnisse kann dann die geeignete Therapie erfolgen, wie z.B. die Korrektur veränderter Hormonwerte oder die Stimulation der Eizellreifung.

Vermutet man als Ursache des unerfüllten Kinderwunsches einen Verschluss der Eileiter oder eine Anlagestörung der Gebärmutter, so kann eine operative Abklärung mittels Bauchspiegelung und Spiegelung der Gebärmutterhöhle erforderlich werden.

Liegen schwerwiegendere Störungen vor, die aufwendigere Methoden der Reproduktionsmedizin erforderlich machen („künstliche Befruchtung“), so erfolgt die Behandlung in einem speziell auf diese Methoden ausgerichteten Zentrum. Insgesamt lässt sich sagen, dass ca. 60 - 80 % aller Paare, die wegen ungewollter Kinderlosigkeit eine Praxis aufsuchen, mit den zur Verfügung stehenden Methoden zu einem Kind verholfen werden kann.


Beratung für Teenager

In der Pubertät treten wesentliche Veränderungen des Körpers auf:

Die Brustdrüse entwickelt sich, anfangs zeigt sich häufig zunächst nur ein kleiner, häufig schmerzhafter Knoten, gelegentlich auch nur einseitig.

Im Schamhaarbereich zeigen sich die ersten Haare.

Etwa ein Jahr nach Beginn der Brustentwicklung setzt meistens die Regelblutung ein. Dem Blutungsbeginn geht häufig ein weißlicher Ausfluss voraus. Gelegentlich beginnt die erste Regelblutung ohne „Vorboten“, oftmals ist sie von Rücken- und Bauchschmerzen begleitet.

Wenn alles normal verläuft, ist der Besuch des Frauenarztes/der Frauenärztin noch nicht erforderlich.

Treten Probleme bei der Regelblutung auf, tritt die Regelblutung nicht ein, gibt es Probleme beim Sex oder besteht Verhütungswunsch oder besteht einfach der Wunsch zu wissen, ob die bisherige Entwicklung normal ist, so sollte die erste Kontaktaufnahme mit der Frauenarztpraxis erfolgen.

Gerne darf auch die Freundin/der Freund oder die Mutter zur Begleitung mitkommen.

Häufig reicht eine persönliche Beratung aus, ohne dass unbedingt eine körperliche Untersuchung erfolgen muss.


Verhütungsberatung

Bei der Wahl der richtigen Verhütungsmethode spielen mehrere Aspekte eine Rolle:

Sicherheit der Methode, Gefahren, Risikofaktoren, Alter, Einfluss auf die Sexualität, Schwangerschaft nach Absetzen der Methode, Kosten etc.

Die Wahl des geeigneten Verhütungsmittels sollte nach einer gynäkologischen Untersuchung im Gespräch mit uns erfolgen.

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Derzeit stehen folgende Verhütungsmethoden zur Verfügung: 

  • natürliche Verhütungsmethoden 
  • chemische Verhütungsmethoden
  • Barrieremethoden, z.B. Kondom, Diaphragma
  • Hormonelle Verhütung (Antibaby-Pille) 
  • Hormonelle Verhütung mit dem Vaginalring 
  • Hormonelle Verhütung mit dem Verhütungspflaster 
  • Hormonelle Verhütung mit der Dreimonatsspritze
  • Hormonelle Verhütung mit dem Hormonimplantat 
  • Intrauterinpessar (Kupferspirale) 
  • Intrauterinsysteme (Hormonspiralen) 
  • Endgültige operative Verfahren (Sterilisation)

Weiteres Informationsmaterial über die verschiedenen Verhütungsmittel liegt in unserer Praxis zum Mitnehmen aus.


Wechseljahre

Viele Frauen haben Angst vor den Wechseljahren und den damit verbundenen Veränderungen. Bestimmend für die Wechseljahre ist die Hormonumstellung: Die Eierstöcke produzieren immer weniger Hormone, bis sie die Hormonproduktion ganz einstellen.

Diese Zeit erstreckt sich über Jahre, erste hormonelle Schwankungen kündigen sich meistens zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr an mit meist unscheinbaren Symptomen, um dann zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr mit endgültigem Ausbleiben der Regelblutung, die sog. Menopause, zu erreichen. Aufgrund größer individueller Schwankungen können die Wechseljahre gelegentlich auch deutlich früher oder später eintreten.

Obwohl alle Frauen die Hormonumstellung durchmachen, erlebt jede Frau sie anders. Ca. ein Drittel der Frauen merkt kaum etwas von den Wechseljahren, ein Drittel hat mäßige Beschwerden und ein Drittel leidet stark unter den Veränderungen (Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Nervosität, (depressive Stimmungslage)

Ob man Beschwerden bekommt und wie lange diese anhalten, lässt sich nie genau vorhersagen. Das hat mit Vererbung, Veranlagung und zusätzlichen Faktoren wie Lebensweise und Ernährung zu tun.

Eine Reihe präventiver Maßnahmen und Behandlungen ermöglichen es heutzutage eigentlich jeder Frau, die Jahre körperlichen, seelischen und sozialen Umbruchs leistungsfähig und gesund zu überstehen. Bei starken, nicht mit anderen Mitteln behandelbaren Beschwerden in den Wechseljahren kommt heute noch die Hormonersatztherapie zum Einsatz.

Wechseljahre müssen nicht als schicksalhaft hingenommen werden, sondern können als interessante Phase im Leben erlebt werden.


Krebsvorsorge

Ziel der Krebsvorsorgeuntersuchung ist die Früherkennung einer Krebserkrankung von Gebärmutter, Eierstöcken, äußerem Genitalbereich, Brust, Darm und Haut.

Einmal im Jahr gewähren die gesetzlichen Krankenkassen diese Basisuntersuchung, die ab dem 20. Lebensjahr durchgeführt werden kann.

Sie umfasst folgende Untersuchungen:

Blutdruckmessung

ab dem 20. Lebensjahr
 Inspektion der Haut auf auffällige Leberflecken,Inspektion von Scheide und Muttermund, Abtasten von Gebärmutter und Eierstöcken, Zellabstrich vom Muttermund

ab dem 30. Lebensjahr
 zusätzlich Abtasten der Brust und der Achselhöhle

ab dem 50. Lebensjahr
Stuhltest auf Blut

ab dem 55. Lebensjahr
alle 10 Jahre eine Vorsorge-Darmspiegelung oder alle 2 Jahre Stuhltest auf Blut

Dieses Untersuchungsprogramm ist natürlich keine Garantie gegen eine Krebserkrankung. Regelmäßige Teilnahme an der Krebsvorsorge und das Aufsuchen der Praxis bei zwischenzeitlich auftretenden Beschwerden sollten dazu führen, dass bei Vorliegen einer schwerwiegenden Erkrankung diese frühzeitig erkannt wird.

Denn je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser ist sie zu behandeln, und desto besser ist die Prognose.

Viele wichtige Untersuchungsmethoden gehören leider nicht zum Krebsvorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen.

Diese zusätzlichen Vorsorgeleistungen werden von uns als Wahlleistung angeboten, die von der Patientin selbst zu bezahlen sind, z.B. Ultraschalluntersuchungen der Gebärmutter und der Eierstöcke, Ultraschalluntersuchung der Brust, verbesserter Zellabstrich des Gebärmutterhalses (ThinPrep), Spezialabstriche auf krebserzeugende HPV-Viren, Immunologischer Stuhltest, M2-PK®-Stuhltest, NMP22®-Blasentest.

Erweiterte Krebsvorsorge mit Vaginalultraschall

Bei der gynäkologischen Tastuntersuchung können nur die Größe und die Oberflächenstruktur der Gebärmutter und der Eierstöcke beurteilt werden. Strukturelle Veränderungen im Inneren der Organe sind mit der Tastuntersuchung nicht auszumachen. Ebenso ist die Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut ohne den Einsatz bildgebender Verfahren nicht möglich.

Zur genaueren Beurteilung der Organstrukturen empfiehlt sich die Durchführung einer vaginalen Ultraschalluntersuchung, die schmerzfrei und ohne Risiken durchführbar ist.

Mit dem Vaginalultraschall können häufig schon Frühstadien von Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs erkannt werden, die der Tastuntersuchung nicht zugänglich sind, und die auch keinerlei Beschwerden verursachen.

Auch gutartige Befunde sind mit dem Vaginalultraschall besser zu differenzieren und zu beobachten, z.B. Myome oder Zysten.

Gebärmutterhöhlenkrebs
 im Frühstadium
Eierstockkrebs
 im Frühstadium

Mammasonographie

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 40.000 Frauen an Brustkrebs, d.h. in Deutschland wird ca. jede 8. Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Leider sind die genaueren Ursachen noch weitgehend unklar.

Auch wenn es sog. Risikofaktoren gibt, müssen wir davon ausgehen, dass es jede Frau - auch ohne besonderes Risiko - treffen kann.

Daher empfehlen wir folgende vorbeugende Untersuchungen:

Selbstuntersuchung der Brust durch Sie 1 x im Monat
Tastuntersuchung der Brust durch den Gynäkologen alle 6 Monate
Mammographie in regelmäßigen Abständen. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre über das Mammographiescreening
Ultraschalluntersuchung der Brust 1 x im Jahr

Alle diese Untersuchungen können den Brustkrebs nicht verhindern, ihn jedoch so früh wie möglich feststellen. Durch die Mammographie können kleinste, noch nicht tastbare Knoten oder Mikrokalk festgestellt werden. Neben einer Röntgenuntersuchung stellt die Ultraschalluntersuchung der Brust eine sinnvolle Ergänzung der Früherkennung dar.

Um die persönliche Vorsorge optimal zu gestalten, sollte spätestens ab dem 35. Lebensjahr neben der Tastuntersuchung der Brust noch die Ultraschalluntersuchung, die ohne Strahlenbelastung erfolgt, hinzugezogen werden.

Darstellungen von Brustkrebs im Ultraschall:

Frühstadium fortgeschrittenes Stadium

ThinPrep-Abstrich (Dünnschichtabstrich)

Bei früher Erkennung kann der Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig behandelt und geheilt werden. Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mittels eines Zellabstriches vom Gebärmuttermund hat seit den 50er Jahren zu einem Rückgang der Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs von ca. 70 % geführt. Seit dieser Zeit hat sich jedoch der Test, der immer noch eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen darstellt, technisch nicht geändert.

Ein Schwachpunkt der konventionellen Abstriche ist, dass die Beurteilung der Zellen durch viel Blut, Schleim oder Entzündungszellen dem Untersucher am Mikroskop große Schwierigkeiten bereitet. Durch Zellüberlagerungen kann es daher zu Fehldiagnosen kommen. Außerdem wurde in Studien gezeigt, dass die meisten Zellen nicht auf den Objektträger aufgetragen werden, sondern am Entnahmeinstrument hängen bleiben und mit ihm weggeworfen werden.

Der Dünnschichtabstrich verbessert die Präparatequalität erheblich, störende Beimengungen werden zu einem großen Teil entfernt und nahezu alle abgestrichenen Zellen gelangen zur Untersuchung.

Weltweite Studien haben gezeigt, dass der Dünnschichtabstrich genauere Angaben zulässt als der herkömmliche Abstrich. Das neue Testverfahren ist die erste wirkliche Verbesserung des Krebsabstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren.

Frühstadium   fortgeschrittenes Stadium
konventioneller Abstrich Dünnschichtabstrich

HPV-Test (Test auf humane Papilloma Viren)

Human Papillomavirus

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen stellt eine gute Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar. Wie jede Methode kann sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sog. Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen - wie Forschungsergebnisse eindeutig bestätigen.

Nahezu 70-80% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens mit HPV infiziert. Die Infektion löst häufig keine Beschwerden aus.

Mit Hilfe eines hochmodernen Testverfahrens auf HPV durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals kann mittels DNA-Technologie eine Infektion des Gebärmutterhalses mit diesen Viren nachgewiesen werden. Noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind, kann der Nachweis von Hochrisikoviren der HPV-Gruppe erbracht werden.

Dies ist kein Anlass zur Beunruhigung. Der Nachweis von HPV bietet die Möglichkeit, vorhandene Muttermundveränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen.

Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen und somit für eine erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.

Bei auffälligem Abstrichbefund plus positivem HPV-Test stehen heute zusätzliche Testverfahren zur Verfügung, die eine Aussage über den weiteren Verlauf der Infektion und Erkrankung erlauben (L1 und p16/Ki67).

Immunologischer Stuhltest

In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 71.000 Menschen an Darmkrebs, ca. 30.000 Menschen sterben pro Jahr daran. Früh genug entdeckt, können 90 % der Fälle geheilt werden.

Die Untersuchung des Stuhls auf okkultes (verborgenes) Blut ist eine wichtige und bewährte Krebsfrüherkennungsmaßnahme, denn Veränderungen im Dickdarm- und Enddarmbereich gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen in unserem Kulturkreis.

Andererseits sind die Heilungschancen außerordentlich gut, wenn diese Erkrankungen frühzeitig festgestellt werden. Meist lässt sich lange vor dem Auftreten erster Beschwerden Blut im Stuhl nachweisen.

Der Immunologische Stuhltest bietet folgende Vorteile:

  • Er spricht auf geringere Blutspuren an, so dass ein Karzinom früher auffallen kann, eventuell werden auch schon Vorstufen entdeckt.
  • Es können auch höher gelegene Blutungsquellen im Dünn- und Dickdarmbereich erfasst werden.
  • Vor der Stuhlgewinnung muss keine besondere Diät beachtet werden.

Seit April 2017 erhalten Frauen zwischen 50 und 55 Jahren den Immunologischen Stuhltest bei der jährlichen Krebsvorsorge, Frauen über 55 Jahre, die keine Vorsorge-Darmspiegelung durchführen lassen, erhalten den Test alle 2 Jahre.

Gerne können auch Frauen, die nicht in diese Altersrubriken fallen, den Immunologischen Stuhltest als IGeL durchführen.

M2-PK®-Stuhltest

Mit dem M2-PK-Stuhltest steht ein zuverlässiger Test zur Früherkennung von Darmpolypen oder Darmkrebs zur Verfügung mit dem es möglich ist, bei ca. 85 % der Betroffenen frühzeitig Darmkrebsgeschehen zu erkennen.

Dieser Test misst kein Blut im Stuhl, sondern das Enzym (Eiweiß) M2-PK, das bei bei Vorliegen von Entzündungen und Tumoren ausgeschieden wird.

MNP22 BladderChek® Urintest

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 27.000 Menschen an Harnblasenkrebs, Männer sind dabei ca. zweieinhalb mal häufiger betroffen als Frauen.

Aber auch die Anzahl der Neuerkrankungen bei Frauen stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Der größte Risikofaktor für die Entstehung dieser Tumorerkrankung ist das Rauchen. Raucher haben ein mehr als doppelt so hohes Erkrankungsrisiko als Nichtraucher.

Der Umgang mit krebsauslösenden Chemikalien kann ebenfalls das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken erhöhen. Aus diesem Grund zählt der Blasenkrebs für einige Berufsgruppen zu den anerkannten Berufskrankheiten. Als gefährdet gelten Feuerwehrleute, Friseure, Beschäftigte der Chemie-, Farb- und Lederindustrie sowie Personen, die mit Teer und Bitumen arbeiten.

Auch chronische Harnwegsinfektionen können die Entstehung von Blasentumoren begünstigen.

Der NMP22® BladderChek® Urintest weißt ein Tumoreiweiß, das Enzym NMP 22 im Urin nach.


Krebsnachsorge

Liegt eine Krebserkrankung vor, so liegt der Schwerpunkt zunächst in der Beratung der Patientin bezüglich der weiteren Behandlung und in der Auswahl einer für die spezielle Erkrankung geeigneten Klinik.

Auch während einer Chemotherapie oder Bestrahlung stehen wir als Ansprechpartner für unsere Patientinnen zu Verfügung. Nach Beendigung der Primärtherapie erfolgen die Tumornachsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen, bei denen es nicht nur darum geht, Rückfälle zu entdecken, sondern auch die individuelle Beratung eine wichtige Rolle spielt. Eine zentrale Bedeutung kommt auch die psychische Verarbeitung der Erkrankung zu.

Die meisten Patientinnen sind nach Abschluss der Primärbehandlung in der Lage, ihr normales Leben wieder aufzunehmen. Für die Brustkrebserkrankung gibt es inzwischen das sog. DMP (disease management program), bei dem sich Patientinnen einschreiben lassen können, um dann über ihre Krankenkassen von Fachleuten mit Informationen zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen versorgt zu werden.

Auch wir nehmen als einschreibende Ärzte am DMP teil.


Hormonstörungen

Hormonelle Schwankungen kommen in jedem Alter vor, am häufigsten jedoch in den Zeiten körperlicher Umstellungen, also in der Pubertät und in den Wechseljahren.

Gewichtsschwankungen, psychische Probleme, Rauchen, Schilddrüsenstörungen, Stress und Klimawechsel können ebenso eine Rolle bei hormoneller Störungen spielen. Die Folgeerscheinungen der Hormonstörungen sind vielseitig:

Regelstörungen, unerfüllter Kinderwunsch, unwillkürlicher Harnabgang, Senkungsbeschwerden, Osteoporose, vermehrter Haarwuchs, Haarausfall, Akne u.a.m..

Durch gezielte Analyse der hormonellen Störung und eingehende Beratung lassen sich in den meisten Fällen die Ursache erkennen und die Störungen beheben.


Impfungen

Wir führen in unserer Praxis alle Impfungen durch, die von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen werden:

Auffrischimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln sowie gegen Hepatitis B im Alter von 14 - 18 Jahren, gegen Tetanus-Diphtherie, Keuchhusten, Windpocken und Kinderlähmung in jedem Alter sowie gegen Grippe und Pneumokokken bei Gefährdung und ab dem 60. Lebensjahr.

Bringen Sie zur gynäkologischen Untersuchung Ihren Impfpass mit, wir beraten Sie gerne.

Selbstverständlich können wir auch Impfungen bei Fernreisen wie Zecken-FSME oder Hepatitis A, deren Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden, als IGeL-Leistungen durchführen.

Impfen für Jugendliche

Hepatitis B  3x impfen
Masern/Mumps/Röteln Kombinationsimpfung wiederholen, falls nicht schon 2x geimpft
Windpockenimpfung durchführen, falls nicht schon früher selbst erkrankt
Keuchhusten/Tetanus/Diphterie    
alle 10 Jahre auffrischen
Polio auffrischen, falls keine vollständige Impfung vorhanden
Meningokokken gegen bakterielle Hirnhautentzündung (keine Kassenleistung)
HPV gegen Gebärmutterhalskrebs, 2 x impfen im Alter von 9 - 14 Jahren oder 3 x impfen ab 15 Jahren

 

Impfen vor geplanter Schwangerschaft

Masern/Mumps/Röteln 2 Impfungen ausreichend
Windpockenimpfung durchführen, falls nicht schon früher selbst erkrankt
Keuchhusten/Tetanus/Diphterie    
alle 10 Jahre auffrischen
Polio nur wenn keine vollständige Grundimmunisierung vorhanden
Grippeimpfung auch in der Schwangerschaft empfohlen

 

Impfen über 60

Grippeimpfung 1x jährlich
Pneumokokkenimpfung alle 6 Jahre
Keuchhusten/Tetanus/Diphterie    
alle 10 Jahre auffrischen
FSME
(Gehirnhautentzündung
durch Zecken)
bei Reisen in Risikobereiche (z.B. Schwarzwald)
alle 3 Jahre auffrischen

Akupunktur

Die Akupunktur gehört zu den ältesten medizinische Heilverfahren.

Sie kann definiert werden als eine Reiztherapie an der Körperoberfläche, die auf das Körperinnere wirkt. Auf (topographisch) definierten Bahnen (Meridianen) unter der Haut fließt ein Energiestrom (Qi).

Ziel der Akupunkturbehandlung ist es, über geeignete Stellen unter der Haut, die Akupunkturpunkte, den Qi-Fluss zu erreichen und zu modulieren, z.B. werden Blockaden gelöst oder der Qi-Fluss gestärkt oder krankhaftes Qi eliminiert.

Dabei werden Endorphine freigesetzt, die Schmerzen lindern, das Immunsystem stabilisieren und das Wohlbefinden steigern. Akupunktur hat sich besonders bewährt bei Migräne, Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates, anderen chronischen Schmerzzuständen, Neuralgien und Tinnitus.

Auch bei Allergien, Neurodermitis, Schlafstörungen, klimakterischen Beschwerden, schmerzhafter Regelblutung, Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion sowie allgemeiner Schwäche kann die Akupunktur erfolgreich eingesetzt werden.Ebenso hat sich die Akupunktur in der Schwangerschaft zur Behandlung von schwangerschaftbedingten Beschwerden wie Schwangerschaftserbrechen, Rücken- und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen als einfache und nebenwirkungsfreie Methode bewährt.

Die Akupunktur kann auch zur Geburtsvorbereitung und Geburtserleichterung eingesetzt werden.

Die Akupunkturbehandlung ist keineswegs nur auf weibliche Beschwerden beschränkt, sondern steht auch Männern zur Verfügung, die als Akupunkturpatienten in unserer Praxis herzlich willkommen sind.

Akupunktur ist in geschulter Hand praktisch nebenwirkungsfrei, jederzeit wiederholbar und auch neben anderen Behandlungsmethoden einsetzbar. Neben der klassischen Akupunktur kommt auch die Laserpunktur zur Anwendung.

Laserlicht ist ein sehr energiereiches Licht. Ziel der Behandlung ist die Stimulierung der Akupunkturpunkte durch das energiereiche Laserlicht ohne die Haut zu nadeln. Die Laserpunktur kann anstelle der klassischen Akupunktur oder in Kombination mit ihr eingesetzt werden. Die Laserpunktur ist besonders geeignet bei Kindern, empfindlichen Patienten und Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen.

Die Laserpunktur ist schmerz- und nebenwirkungsfrei.


Ambulante Operationen

Sollten Sie einen operativen Eingriff benötigen, so kann Ihnen Frau Dr. Egel-Hütter diesen im Rahmen eines ambulanten Aufenthaltes im Klinikum Bad Hersfeld, Seilerweg 29 anbieten. Untersuchung, Beratung, Aufklärung vor dem Eingriff sowie die Nachuntersuchung nach OP führen wir in unserer Praxis durch. Das Gespräch und die Untersuchung durch die Narkoseärztin/ den Narkosearzt findet mindestens einen Tag vor dem Eingriff im Klinikum statt.

Nach der Operation werden Sie zunächst im Aufwachraum betreut. Wenn Sie wieder wach und stabil sind, erfolgt die weitere Betreuung auf Station, die Sie in der Regel einige Stunden nach der Operation wieder verlassen können.

Für den Transport nach Hause und die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie eine Betreuungsperson zu Hause haben (z.B. Ehemann oder Angehörige).

Sollten sich Komplikationen im Rahmen des Eingriffes oder im postoperativen Verlauf ergeben, besteht selbstverständlich die Möglichkeit der stationären Weiterbetreuung durch die Kollegen des Klinikums.

Wir führen folgende Operationen durch:

  • Ausschabungen (Abrasiones)
  • Spiegelungen der Gebärmutter zur Abklärung von Befunden und zur Behandlung von Erkrankungen
    (diagnostische und therapeutische Hysteroskopien)
  • Entfernung von Gewebe am Gebärmutterhals zur Abklärung auffälliger Abstrichbefunde (Konisation)
  • Bauchspiegelungen zur Abklärung und Behandlung von Befunden (minimalinvasive Eingriffe/ Laparoskopien)
  • Bauchspiegelungen zur Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit (Chromolaparoskopien)
  • Ausschabungen bei Fehlgeburten (Abortkürettagen)
  • Entfernung von krankhaften Befunden im äußeren Genitalbereich (Vulva-PEs)
  • Operationen an der weiblichen Brust bei gutartigen Befunden (Mamma-PEs)

Terminvergabe
Tel.: 0 66 21 - 79 52 0

Wir bieten Ihnen das System einer Bestellpraxis an.

Lassen Sie sich bitte persönlich oder telefonisch einen festen Termin geben.

Rufen Sie bitte rechtzeitig an oder senden Sie eine E-Mail, wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, denn so ist ein reibungsloser Praxisablauf gewährleistet und wir können Ihren Termin an andere, wartende Patientinnen, weitergeben.

Bitte beachten Sie, dass eine Beratung per E-Mail nicht möglich ist.

Rezepte, Überweisungen und Einweisungen können nur per E-Mail vorbestellt werden, wenn Sie im laufenden Quartal in der Praxis gewesen sind.

Bitte geben Sie eine Rückrufzeit an, zu der Sie telefonisch erreichbar sind.

Auch bei akuten Beschwerden bitten wir, wenn möglich, um eine telefonische Kontaktaufnahme. Wir sind bemüht, Sie auch in diesen Fällen kurzfristig einzuplanen, um auch dann Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten.

Öffnungszeiten

MONTAG - FREITAG
08.00 Uhr - 12.00 Uhr

MONTAG, DIENSTAG, DONNERSTAG
14.00 Uhr - 18.00 Uhr

MITTWOCH UND FREITAG
Nachmittags nach Vereinbarung

 

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Tel.: 11 61 17

Bitte beachten Sie auch die Ansage des Anrufbeantworters!

 

 

Kontakt

Terminvereinbarungen und Rezeptbestellungen sind ebenfalls per E-Mail möglich.

     

     

     

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  • Bei Rezeptbestellungen teilen Sie uns bitte mit: Das Medikament, die Menge (N1, N2, Stück, ....), damit wir das Rezept fertigen können.
  • Bitte beachten Sie bei Rezeptbestellungen, dass Sie zur Abholung Ihre Versichertenkarte mitbringen.
  • Bei Terminwünschen geben Sie uns bitte einige Vorschläge von Terminen und Zeiten, damit wir schauen können ob ein Termin an Ihrem Wunschdatum noch frei ist.